Reffenthal, 10.05.2013

Im Rahmen der Übung der Trinkwassergruppen in Speyer informierte sich der Stab des OV Germersheim über Neuigkeiten

Vom 8.5. bis 12.5. fand eine große Übung der Fachgruppen Trinkwasseraufbereitung (TW) aus Süddeutschland auf dem Übungsgelände der Bundeswehr im Reffenthal bei Speyer statt. Die Ortsverbände Wörrstadt, Tübingen und Rotenburg a.d.F, unterstützt vom OV Starnberg, bauten ihre Trinkwasseraufbereitungsanlagen (TWAA) auf und betrieben sie. Der OV Rüsselsheim stellte sein Labor für die Übung zur Verfügung.

Betrieben wurden drei hochmoderne Ultrafiltrationsanlagen der Firma Berkefeld, von der jede 15000 l Trinkwasser in der Stunde produzieren kann. Die Anlagen liefen von Donnerstag Mittag bis Samstag Morgen durchgehend im Schichtbetrieb.

Logistisch unterstütz wurde die Übung vom Landesverband Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland und dem Zugtrupp des Ortsverband Speyer. Weitere Unterstützung kam von den Ortsverbänden Ludwigshafen, Viernheim und Bensheim..

Am Freitag nahm sich der THW Präsident Albrecht Broemme den ganzen Nachmittag Zeit, um sich über die Trinkwasseraufbereitung zu informieren und Gespräche zu führen. Ebenfalls anwesend waren Vertreter der Landesverbände Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland, Baden-Württemberg und Bayern sowie Vertreter verschiedener Geschäftsstellen in diesen Ländern.

Das aus dem Rhein entnommene Rohwasser wurde zunächst mit einem Flockungsmittel versetzt, mit dem die meisten Schwebstoffe entfernt werden. Nach einem Vorfilter für groben Schmutz wurde das Wasser über die Ultrafiltrationsmodule geleitet. Diese Filter sind so fein, dass Viren und Bakterien zurück gehalten werden. Ein nachgeschaltetes Aktivkohlemodul kann weitere (vor allem organische) Schadstoffe entfernen. Um sicher zu gehen, dass ein keimfreies Wasser zu produziert wird, waren dann noch zwei Desinfektionsstufen nachgeschaltet. In der ersten Stufe wurde das Wasser starker UV Strahlung ausgesetzt, um Keime abzutöten. Im zweiten Schritt wurde dem Wasser Chlor zugesetzt, das ebenfalls Keimtötend wirkt und zudem einen Speichereffekt hat, da es für längere Zeit im Wasser verbleibt und so auch eine Neuverkeimung z.B. an der Wasserentnahmestelle verhindert.

Dieses sogenannte Multibarrieresystem werden bei der Wasseraufbereitung durch die deutsche Trinkwasserverordnung gefordert. Das THW produziert somit Trinkwasser, das  konform zu den strengen deutschen Normen ist.

Das vom THW betriebene Labor kann sicher stellen, dass das Wasser nicht nur mikrobiologisch, sondern auch chemisch einwandfrei ist. Mit modernen Methoden werden die Inhaltsstoffe des Wassers kontrolliert um Gesundheitsgefährdungen der Bevölkerung auszuschließen.


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